- 28.09.2026 - 11:16 

Spannender Research Talk von Prof. Aleksi Aaltonen

Daten existieren nicht einfach. Sie werden gestaltet. Vielen Dank an Prof. Aleksi Aaltonen, Assistant Professor am Stevens Institute of Technology, für einen großartigen und hochrelevanten Vortrag am IWI-HSG - Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität St.Gallen, über sein Paper „Data Design – A Constitutive Rules Perspective“.

Wir betrachten Unternehmensdaten oft als Vermögenswerte, die einfach Fakten abbilden. Aleksis Forschung stellt diese Annahme infrage: Daten müssen erst geschaffen werden, und wie Organisationen in der Praxis neue Daten erzeugen, ist theoretisch noch kaum durchdrungen.

Einige Erkenntnisse:
🔹 Datendesign als soziotechnischer Prozess. Organisationen gestalten datenerzeugende Arrangements, mit denen sie Ereignisse, Entitäten und Menschen in Datenpunkte übersetzen. Das geht weit über konzeptionelle Modellierung hinaus.
🔹 Konstitutive Regeln als analytische Linse. Kulturelle Konventionen, institutionelle Ordnungen und technische Rahmenbedingungen bestimmen, was überhaupt zu Daten werden kann. Werden diese Regeln explizit gemacht, zeigt sich, wie Daten Organisationen und ihr Handeln prägen.
🔹 „Besser“ statt „richtig“. Im Fall eines Datenprojekts zur Geschlechtsidentität an einer großen US-amerikanischen Universität folgte das verbesserte Arrangement keinen festen Datenqualitätskriterien.
🔹 Datendesign als Innovation. Wenn es Daten hervorbringt, die für eine Organisation einzigartig wertvoll sind, kann Datendesign einer Innovation gleichkommen.

Nochmals vielen Dank, Aleksi, für die inspirierende Diskussion!

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