- 16.07.2026 - 07:41
Ein paar zentrale Erkenntnisse:
🔹 Im Kern steht eine besondere Spannung: Erfahrung vs. Ausbeutung. Immersive Plattformen sind es, die tief verkörperte Erfahrungen überhaupt erst möglich machen – doch genau dasselbe Design, das diese Erfahrung freisetzt, kann das Abschöpfen von Verhaltens- und Biometriedaten als unvermeidlichen Preis für das Potenzial dieser Erfahrung behandeln.
🔹 Das ist nicht „digitale Plattformen, nur eben in VR". Auf klassischen digitalen Plattformen zeigt sich Ausbeutung an vertrauten Stellen: Ranking-Algorithmen, Transaktionspreise. Auf immersiven Plattformen wird sie verkörpert – sie wandert in deinen Blick, deine Bewegung, deine physiologischen Signale.
🔹 Wohlbefinden entsteht nicht durch ein einzelnes Feature. Wie die WHO uns in Erinnerung ruft, versetzt psychisches Wohlbefinden „Menschen in die Lage, ihre Fähigkeiten zu entfalten, produktiv zu arbeiten und einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft zu leisten". Ob eine immersive Erfahrung das tatsächlich einlöst, hängt vom Zusammenspiel über alle Ebenen hinweg ab: Gerät, Interface, Erfahrungsdesign und Nutzungskontext.
Und die Frage, die Fabian uns mitgegeben hat, bleibt hängen: Gestalten wir immersive Technologie als Nährboden für menschliche Freiheit, Sozialität, Kreativität und Selbstbestimmung – oder steuern wir in eine gänzlich andere Richtung?
