- 06.03.2024 - 16:51 

Symposium: Künstliche Intelligenz und Digitale Innovation

«Artificial Intelligence and Digital Innovation» war das Thema eines Symposiums, das am 5. März 2024 im SQUARE (HSG) stattfand. Renommierte Forschende tauschten sich über die neuesten Entwicklungen und ethischen Herausforderungen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) aus. Organisiert wurde das Symposium von Prof. Dr. Thomas Grisold, Assistenzprofessor an der School of Management der Universität St.Gallen.
Panel-Diskussion zur Zukunft der KI-Forschung

Welche ethischen Herausforderungen entstehen bei der Nutzung von KI? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Nicholas Berente von der University Notre Dame (Indiana, USA). Er betonte, es sei wichtig, sich immer wieder zu überlegen, wie KI am besten eingesetzt werden könne, damit der Gebrauch fair und verantwortungsvoll bleibe. Nur durch durch ständiges Diskutieren und Forschen könne man ein Verständnis dafür schaffen, wie KI ethisch genutzt werden sollte.

Prof. Stefan Seidel (Universität zu Köln) sprach anschliessend über Regulation, die für KI gelten sollten. Er erklärte, Regulation müsste so gestaltet werden, dass sie ihre Gültigkeit auch für künftige neue Technologien behielte. Seidel führte aus, wie neue Technologien schon in der Vergangenheit reguliert wurden, und meinte, dass wir von diesen Beispielen lernen könnten.

Dass KI dabei helfen kann, kreativer zu werden, zeigte Prof. Dr. Ivo Blohm, Assoziierter Professor am Institut für Wirtschaftsinformatik (IWI-HSG). In seiner Forschung untersucht er, wie Generative KI Menschen helfen kann, ihre Kreativität zu steigern. Dabei zeigt sich, dass textuelles KI-generiertes Feedback einen stärken Effekt auf die Vorstellungskraft von Menschen ausübt als KI-generierte Visualisierungen der Ideen und es dadurch ermöglicht, bessere Ideen zu entwickeln.

Kann KI selber kreativ tätig sein? Diese Frage erforscht Prof. Dr. Vivianne Fang He, Assoziierte Professorin für Social Entrepreneurship und Innovation am Institute of Responsible Innovation (IRI-HSG). Sie veranschaulichte, wie KI neuartige Kombinationen schaffen kann, welche wiederum zu neuen Ideen führen. Prof. Fang He betonte aber auch, es sei wichtig, dass Menschen im kreativen Prozess beteiligt blieben, um die Nutzbarkeit von Ideen sicherzustellen.

In einer abschliessenden Panel-Diskussion zwischen den Vortragenden und dem Publikum ging es vor allem um die Zukunft der KI-Forschung. Die Teilnehmenden tauschten Ideen aus, wie man die Möglichkeiten und Herausforderungen von KI am besten verstehen und nutzen kann. Das Symposium war nicht nur eine Chance, Neues zu lernen, sondern auch eine Inspiration für zukünftige Zusammenarbeiten und Forschungsprojekte.

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