Campus - 23.12.2024 - 21:51 

GenAI in der Baubranche mit Cellere AG

Am 11. Dezember 2024 fand die Abschlusspräsentation des FPV-Projektes: GenAI in der Baubranche mit dem Praxispartner Cellere Bau AG statt. Das Ziel des Projekts war es, den Angebotsprozess in der Bauwirtschaft durch den gezielten Einsatz von KI-Tools zu optimieren. Dabei standen zwei zentrale Herausforderungen im Fokus: die Identifikation eines geeigneten KI-Modells und die Entwicklung eines Ansatzes, der den manuellen Aufwand bei der Analyse von Ausschreibungsunterlagen reduziert. Das Projektteam – bestehend aus Alexa Meier, Jonas Jaeggi, Nico Lamprecht und Phillip Kessel – arbeitete unter der Betreuung von Prof. Dr. Andrea BackMaximilian Breitruck (HSG) und Kai Blanke (Cellere Bau AG).Mit einer fundierten Marktanalyse und intensiven Stresstests der Tools entwickelte das Team eine praxisorientierte Lösung, die den Ausschreibungsprozess nicht nur beschleunigt, sondern auch deutlich effizienter gestaltet. Das Projekt offenbarte jedoch auch einige Einschränkungen bei der Integration von GenAI in bestehende Arbeitsabläufe. Aktuelle Lösungen können zwar bestimmte Schritte effizient automatisieren, sind jedoch oft nicht in der Lage, komplexe Prozesse ganzheitlich abzubilden. Zudem erfordert die Interaktion zwischen Mensch und Modell weiterhin klare Anleitungen und strukturierte Schulungen, um optimale Ergebnisse zu erzielen und die Vorteile der Technologie voll auszuschöpfen.

Vorgehen und Ergebnisse

  1. Marktanalyse und Tool-Bewertung: Analyse der verfügbaren KI-Modelle (z. B. ChatGPT, Copilot) auf Funktionalität, Kosten und Integrationsfähigkeit.
  2. Tool-Tests und Stresstests: Anwendung von realen Ausschreibungsdaten zur Bewertung der Leistungsfähigkeit. Dabei wurde ein spezifisches CustomGPT aufgebaut, das die Anforderungen von Cellere optimal erfüllt.
  3. Automatisierung des bisher manuellen Prozesses: Die Analyse von Ausschreibungsunterlagen wurde automatisiert, wodurch Fehler reduziert und die Bearbeitungszeit signifikant verkürzt wurden.
  4. Entwicklung von Schulungs- und Implementierungskonzepten: Nutzer wurden durch strukturierte Anleitungen und Prompthilfen auf die Nutzung der Lösung vorbereitet.

Praktischer Mehrwert

Durch die Automatisierung konnten Arbeitszeitressourcen freigesetzt und der Ausschreibungsprozess deutlich effizienter gestaltet werden. Die Ergebnisse des Projekts bieten eine skalierbare Lösung, die nun vom Projektpartner auf weitere bestehende Prozesse angewendet werden kann. Zugleich wurden aber auch bestehende technische Limitationen aufgedeckt und gezielt in der Ausarbeitung adressiert. Ein großes Dankeschön an Kai Blanke und das Team für die wunderbare Zusammenarbeit!

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